Fünffache Erfahrungswerte: besser Ankommen mit dem Familienhaus!
Das Familienhaus ist zentraler Dreh- und Angelpunkt für Kinder, Eltern und Familien in Cottbus. Das Café Käthe spielt dabei eine wichtige Rolle: als Eltern-Kind-Treff mit vielfältigen Angeboten zum Mitmachen, zum Ausprobieren und zum Kennenlernen. Der Schwerpunkt in den Angeboten liegt dabei auf Familien mit Kindern bis drei Jahren. Neben dem Austausch erhältst du bei Bedarf notwendige Unterstützung und Beratung bei individuellen Anliegen. Dieses Projekt wird durch die Stadt Cottbus gefördert.
Helga Franke leitet das Café Käthe mit großem Enthusiasmus, ist selbst in den 90ern nach Cottbus zugezogen. Sie schafft enormen Zusammenhalt bei Menschen aller Nationen. Der Treff hat sich durch ihr Engagement und das vieler Freiwilliger zu einer wichtigen Anlaufstelle etabliert, für jede und jeden, der nach Cottbus kommt. Einige ihrer „Schützlinge“ hat sie uns vorgestellt. Wir erfahren, wie Christiane, Franziska, Svenja, Nedys und Rabea dank des Familienhauses rasch und wohlbehütet in Cottbus heimisch geworden sind.
Wann bist du nach Cottbus gekommen und warum?
Christiane: Ich bin 2022 schwanger aus meiner Wahlheimat Berlin zurückgekehrt, weil Cottbus in Sachen Familienfreundlichkeit und kurzen Wegen kaum zu schlagen ist.
Franziska: Ich kannte die Stadt schon vom Studium und bin aus Berlin zurückgekehrt, weil es hier so herrlich grün ist.
Svenja: Liebe und Familie haben mich Ende 2024 wieder hergeführt. Cottbus ist so klein und überschaubar, dass man sich immer wiedertrifft. Kurze Wege, freie Kitaplätze, bezahlbarer Wohnraum - vieles überzeugt hier.
Nedys: Ich kam im November 2011 der Liebe wegen mit meinem Mann nach Cottbus. Der Kulturschock war am Anfang groß, weil hier alles neu und sehr ruhig anmutete. Ich fand es trotzdem positiv.
Rabea: Ende 2024 bin ich wieder hier gelandet, nachdem ich in Cottbus groß geworden bin. Das starke lokale Netzwerk ist einer der Gründe. Das Thema Wohnraum ist für mich außerdem entscheidend – hier hatte ich Glück und möchte mich nun beruflich verwirklichen.
Wie leicht fiel das Ankommen in Cottbus?
Nedys: Anfangs war ich etwas einsam. Dabei hat mir das Familienhaus sehr geholfen. Meine kleine Tochter und ich sind hier sehr familiär aufgenommen worden, konnten die Sprache lernen. Mittlerweile arbeite ich im Familienhaus mit.
Christiane: In Berlin hatte ich einen tollen Job und viele Freunde, der Wechsel fiel mir recht schwer. Es war eher eine sachliche Abwägung, dass es mir in Cottbus leider fallen würde, mein Kind allein groß zu ziehen.
Welchen Beitrag hat das Familienhaus dabei geleistet?
Christiane: Das Netzwerk im Familienhaus hat mir sehr beim Ankommen beholfen – heute habe ich viele hilfreiche Kontakte.
Svenja: Sowohl meine Schulfreunde als auch der überwiegende Freundeskreis sind nicht mehr hier. Die Anbindung an das Familienhaus und die kurzen Wege haben mir neue Kontakte ermöglicht.
Franziska: Das Familienhaus hat mich in der Zeit der Familiengründung super aufgefangen.
Rabea: Meine Mutter Helga war hier immer mein Anker. Zudem ist es ein Haus der Begegnung. Man findet Freunde, spürt Familie, trifft Geschäftspartner.
Gab es bestimmte Momente oder Erlebnisse, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?
Nedys: Dass ich Helga und das Familienhaus vor acht Jahren kennengelernt habe, war ein großes Glück.
Christiane: Ich erinnere mich noch, wie Helga mich damals persönlich angesprochen und für die Krabbelgruppe im Familienhaus begeistert hat, das war wirklich ein Wendepunkt für mich.
Svenja: Das Heimatgefühl hat sich bei mir schnell eingestellt. Ich konnte die Stadt entdecken und neue Herzensorte für mich finden, von der Gassi-Runde bis zum Lieblingscafé.
Franziska: Durch den Kontakt zum Familienhaus bekam ich auch einen Kitaplatz, das war zu der Zeit noch eher schwierig.
Dein Lieblingsort in der Boomtown Cottbus?
Christiane: Die Wege entlang der Spree, besonders für Spaziergänge.
Franziska: Das Spreeufer.
Svenja: Das Spreecafé: Eis essen am Wasser, herrlich!
Nedys: Der Merzdorfer Aussichtsturm. Ich wohne in der Nähe und war zeitweise täglich dort, um den Ostsee entstehen zu sehen.
Rabea: Die Spreewehrmühle und der Käfig als gesellige und kulinarische Entdeckungen.
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Wir bedanken uns für das Gespräch. Das Interview führte Solveig Schaal.